Von Pontius bis Pilatus

Rückblick erste Staffel: Zehn einzigartige Gäste - überraschend viele Gemeinsamkeiten

Shiva Stucki-Sabeti, Sebastian Huber Season 1 Episode 11

In dieser Folge werfen die Hosts Shiva Stucki-Sabeti und Sebastian Huber einen Blick zurück auf das erste Podcastjahr von Pontius bis Pilatus. Zehn spannende Gespräche, zehn einzigartige Persönlichkeiten – und überraschend viele Gemeinsamkeiten.

Was bleibt hängen?
Shiva und Sebastian sprechen über die stärksten Erkenntnisse aus der ersten Staffel:

  • Die Welt ist komplex, volatil und unsicher – wie Aldo Schellenberg (Divisionär, Schweizer Armee) und Guy Lachapelle (Verwaltungsratspräsident, Raiffeisen Schweiz) betont haben. Gefragt sind ganzheitliche Sichtweisen.
  • Fachkompetenz allein reicht nicht: Haltung, Mindset und Selbstführung sind entscheidend. Das wurde eindrücklich von Beni Huggel (Fussballexperte & Unternehmer) und Angela Mygind (Unternehmerin und Podcasterin) geschildert.
  • Zusammenarbeit, Augenhöhe und Verantwortung ziehen sich wie ein roter Faden durch alle Gespräche – sei es bei Philomena Colatrella (CEO CSS), Silvana Leasi (HR-Leiterin Luzerner Kantonalbank), Miriam Laager (Projektleiterin Schweizer Armee) oder Joseph Paris (Experte für Operational Excellence).
  • Stolpersteine sind Lernmomente – und oft der Weg zu echtem Fortschritt. Besonders offen sprachen darüber Beni Huggel, Salar Bahrampoori (Moderator) und Armin Hartmann (Regierungsrat Kanton Luzern).
  • Future Skills wie Resilienz, Reflexionsfähigkeit, Teamorientierung und Verantwortungsübernahme gewinnen an Bedeutung – nicht nur in Start-ups wie bei Beni Huggel, sondern auch in hochspezialisierten, internationalen Organisationen wie dem Gübelin GemLab unter der Leitung von Daniel Nyfeler.

Übersicht

  • [00:00:00] Rückblick & persönliche Highlights
  • [00:04:14] Fachwissen reicht nicht (mehr)
  • [00:08:13] Zusammenarbeit & Führung auf Augenhöhe
  • [00:12:03] Technologie & Rollenverständnis
  • [00:13:45] Future Skills & Selbstführung
  • [00:21:02] Ausblick auf Staffel 2

Von Pontius bis Pilatus ist ein Podcast des Instituts für Betriebs- und Regionalökonomie IBR. Hier gibt es Geschichten von Menschen, die sich auf einen Entwicklungsweg gemacht haben. Es geht um Wegmarkierungen, Stolpersteine und Gipfelkreuzmomente. Und wir wagen uns an «Wetterprognosen» - sprich Trends in unseren Kompetenzfeldern.

Dieser Podcast gibt Orientierung im Wegnetz der Wissens- und Weiterbildungslandschaft. Produziert im Podcaststudio der Hochschule Luzern Wirtschaft, am Fusse des Pilatus. Jeden Monat eine neue Folge, abwechselnd moderiert von Sebastian Huber und Shiva Stucki-Sabeti vom Institut für Betriebs- und Regionalökonomie, eurem Bildungspartner. Produktion: Fabio Sandmeier

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Shiva Stucki-Sabeti:

Von Pontius bis Pilatus, herzlich willkommen beim Podcast vom Institut für Betriebs und Regionalökonomie kurz IBR, hier an der Hochschule Luzern. Mein Name ist Shiva Stucki-Sabeti, ich bin Dozentin und Projektleiterin am IBR und freue mich riesig darf ich heute im Studio sein mit...

Sebastian Huber:

Ja, ich bin Sebastian Huber und leite Weiterbildung am IBR. Auch ich freue mich sehr, Shiva, mit dir heute mal im Podcast zu zweit agieren zu.

Shiva Stucki-Sabeti:

So Sebastian, haben wir ja schon gestartet... Damals vor einem guten Jahr, würde ich sagen. Wir sind zusammen hier im Podcaststudio gesessen, haben einen Ausblick auf das Experiment Weiterbildungspodcast vom IBR gewagt und jetzt machen wir etwas ganz Ähnliches und schauen zurück auf 2024, auf unsere Erfahrungen, unsere Learnings und die spannenden Gäste, die wir hier im Studio hatten.

Sebastian Huber:

Ja, und ich habe Etwas, was wir schon sagen durften Es wird eine Fortsetzung geben. Das heisst es ist auch ein bisschen ein Brückenschlag zwischen dem, was zurückliegt und was wir so mitnehmen und ein Ausblick auf das, was vielleicht kommt. Aber jetzt zuerst einmal zurücksehen. Wie war es denn, die ersten zehn Folgen?

Shiva Stucki-Sabeti:

Wenn ich so zurücksehe und versuche zusammenzufassen, wie es für mich war, in ein paar Adjektiven würde ich sagen, Aufregend. Also ich war wirklich auch aufgeregt zumindest am Anfang dieser Aufnahmen. Lehrreich. Ich habe ganz viel gelernt über wie man so einen Podcast, also rein wie man eine Aufnahme macht, auf was man achten muss wie ich mich als Host hoffentlich verbessern kann und bei meinen Fragen noch mehr probiere, gute Antworten rauszukitzeln aus meinen Gästen. Spannend. Ich habe Das wurde, glaube ich, sehr viel gebraucht in diesen Podcasts. Ich immer gedacht, ich sollte etwas weniger spannend sagen, sondern andere würde er brauchen. Aber wirklich, das trifft es am meisten. Ich konnte so interessante Leute lernen und das habe ich sehr geschätzt.

Sebastian Huber:

Also, das würde ich gerne so aufgreifen, weil wir sind ja gestartet mit einer Gästenliste also einer Wunschliste Wer würde man eigentlich gerne so haben im ersten Jahr? Und haben zehn Namen genannt in der Erwartung ja vielleicht so fünf, sechs, sieben ich sage dir vielleicht zu, sind ja alle zehn gekommen und das habe ich grossartig gefunden, auch weil es genau eben die Leute waren, die spannende Themen mitgebracht haben und für mich vor allem spannend war, dass Sich Zeit nehmen zu können. Es ist nicht so schnell und kurzlebig und zeitgedrängt sondern man hat eine halbe Stunde mal etwas abtiefen können Das fand ich extrem interessant, weil es auch für Leute, die ich schon relativ gut kannte, mir neue Perspektiven, neue Erkenntnisse, spannende Storys ans Licht gebracht hat, die ich von den Gästen zum Teil auch noch nicht kannte

Shiva Stucki-Sabeti:

Was ich auch sehr geschätzt habe, ist, dass es so persönlich war, also dass sie wirklich sehr offen auch private Sachen in ihre Gedanken geteilt haben. Dadurch habe ich das Gefühl, ist es recht authentisch und interessant auch übergekommen.

Sebastian Huber:

Wenn wir mal inhaltlich einsteigen. Ja. hast gesagt, vieles war spannend. Gibt es auch gemeinsame Sachen, die an verschiedenen Stellen auftaucht sind für dich, die Spannung ausgemacht haben oder die wiederkehrend wie ein Aufmerksamkeitsblitzer aufgelöst haben?

Shiva Stucki-Sabeti:

Ja, das ist tatsächlich so. Ich habe als Vorbereitung für diese jetzige Folge nochmal in all diese zehn Aufnahmen reingehört und wieder neue Sachen entdeckt, die ich selber im Gespräch gar nicht so fest realisiert habe oder auch in den Aufnahmen von dir, die ich alle systematisch nochmal gelassen habe. Und es hat mich im Fall echt überrascht, wie viele Gemeinsamkeiten vorkamen in diesen ganz unterschiedlichen Themen, bei diesen ganz unterschiedlichen Gästen aus sehr verschiedenen Bereichen. Wir hatten jemanden aus dem militärischen Bereich, wir hatten Leute an Spitzenunternehmen, wir hatten junge Leute, die noch am Anfang ihrer Karriere sind und trotzdem auch schon sehr erfolgreich in dem, was sie machen. Und in dieser ganzen Bandbreite doch einige Gemeinsamkeiten dass sie Habe ich interessant gefunden.

Sebastian Huber:

Was waren denn so Themen, die immer wieder vorkommen?

Shiva Stucki-Sabeti:

Also, was immer wieder vorkommt, ist so eine Beschreibung der Welt, wie sie jetzt ist. Es wurde beschrieben, sie sei unsicher, sie sei volatil sie sei komplex. Ich glaube, das war im Gespräch von Aldo Schellenberg und Guy Lachapelle, die das so charakterisiert haben. Und ganz viele andere haben dann auch irgendetwas in einer ähnlichen Art gesagt. Und dass es ganzheitliche Herangehensweisen braucht. Philomena Calatrella zum Beispiel hat gesagt, dass eben so Menschen Die psychische und physische Gesundheit, eben das Holistische, der holistische Blick auch auf den Menschen und dort diese Balance zu finden oder das Abwägen zwischen verschiedenen Seiten, das ist auch ganz viel zum Ausdruck gekommen. Generell Menschen Die im Zentrum gestanden sind, wirklich ganz, ganz fest. Joseph Paris hat das auch betont zum Thema Operational Excellence, wo er gesagt hat, es ist weg von dieser Prozessorientierung hin zu wirklichem Mindset und der Art und Weise, wie die Menschen arbeiten, wie man sich motivieren kann Das ist mir überall aufgefallen.

Sebastian Huber:

Ja, der Begriff Mindset ist ja auch an verschiedenen Stellen vorkommen wenn man sich so auf Stichwörter schaut, wo der Benni Hugl zum Beispiel gesagt hat, er hätte gar nicht erwartet, dass die Leute an seinem Mindset interessiert wären, so die Gewinnernatur die man sich als Spitzensportler aneignet hat auch den Begriff von Mindset verwendet den Joseph Paris in einem ganz anderen Kontext auch verwendet hat. Und damit ja in gewisser Weise beide sagen, es ist nicht das Faktenwissen oder die Fachexpertise, die einen in dieser sich verändernden Welt nach vorne bringt. Sonst sind es eben Soft Skills oder eben Haltungen. Die eigentlich für diese Leute auf ihren Wegen entscheidend waren. Dort, wo sie eine Entscheidung treffen mussten eine Weggabelung entdeckt haben und überlegt haben, gehe ich jetzt rechts rum, gehe ich links rum, starte ich jetzt mein eigenes Start-up oder bleibe ich im Corporate-Job. Das fand ich recht interessant, der Umgang mit dieser Welt, die sich in Veränderung befindet, die eben nicht auf Fachlicher Expertise beruht sondern eher auf einer persönlichen Haltung einer persönlichen Einstellung.

Shiva Stucki-Sabeti:

Absolut. Philomena Colatrella hat in diesem Zusammenhang noch betont, dass fachlich es schon auch wichtig ist und vor allem, das hat auch Armin Hartmann gesagt und dass es so die Analysefähigkeiten braucht, dass man analytisch denken, Zusammenhänge verstehen muss, ein Problem zu lösen Ja, erfassen, dass das so wie eine übergeordnete Kompetenz ist, die doch auch einen Bezug zum fachlich Inhaltlichen hat und sonst ja wirklich ganz fest so diese Sozialkompetenzen und überall, Sebastian, in jedem Gespräch ist es irgendeinmal um Zusammenarbeit und um Teams gegangen.

Sebastian Huber:

mhm

Shiva Stucki-Sabeti:

erklärst du dir das?

Sebastian Huber:

Ich glaube, gerade wenn wir die Persönlichkeiten anschauen, viele sind in einer Führungsrolle, direkt, indirekt tätig gewesen oder aktuell tätig und dann ist es natürlich so, die Organisationen erreichen ihre Ziele nicht in diesem Bereich. Der Oberjehudi voranläuft und den Weg klar macht, sondern indem das eigentlich ganz viele Leute in diesen Teams mit voranlaufen oder überhaupt voranlaufen und die Rolle der Führungskraft immer mehr ist, das so zu moderieren, dass es in die richtige Richtung geht. Ich habe dort auch Joseph Paris im Ohr, der gesagt hat, ja,«Operational Excellence» heisst nicht nur das Einfordern, sondern eigentlich das Gestalten der bestmöglichen Version unserer Organisation und den Weg aufzuzeigen die Möglichkeiten aufzuzeigen. Er hat sehr prominent an einem Beispiel gezeigt, dass es mitunter harte Entscheidungen braucht. Dazu führt, dass man vielleicht sagt, nein, das ist unserem Anspruch nicht gerecht worden oder wir wollen aus guten Gründen nicht in die Richtung. Und Trotzdem die Organisation und die einzelnen Mitarbeitenden auf diesem Weg mitzunehmen. Also ich glaube, das ist unumgänglich, dass man dann auch an den Menschen vorbeikommt, am Team vorbeikommt und das ist schön gewesen, dass auch dort unsere Gäste eigentlich in unterschiedlichster Form das immer wieder so aufzeigt haben, auch In kleinen Organisationen Start-ups, der Beni Huggel, der mit seinem eigenen Team neu am Start ist bis hin jetzt eben zu einer Berufsoffizierin, die nicht nur in der Milizteil der Armee, sondern auch im Berufsteil natürlich eine riesige Führungsaufgabe hat, mit ganz vielen Hierarchie-Ebenen. Auch dort geht darum, die Leute weiterzuentwickeln, die Leute in diesem sinnstiftenden Auftrag bei der Stange zu behalten. Ich glaube, das sind dann immer wieder Ähnliche Fragen und ähnliche Herausforderungen zu stellen.

Shiva Stucki-Sabeti:

Was mich noch beeindruckt hat, ist selbst bei einer Einzelmaske der Salar Bahrampoori, der TV-Moderator ist, er hat das auch betont das ganze Team ist ja auch logisch ist so wichtig, nicht nur die vorderen Kameras, sondern auch alle die hinteren Kameras. Und wirklich in allen Kontexten scheint das zentral zu sein.

Sebastian Huber:

Absolut. Daniel Niffeler hat eine besondere Herausforderung mitgebracht dass er ein Team hat, das über die ganze Welt verteilt ist. Da sitzen Gemologen im GemLab in Luzern, aber auch in Hongkong in New York. Jetzt haben sie in Bangkok neu etwas aufgemacht. Auch dort natürlich Die Experten sind für ihre Fachexpertise grundsätzlich dabei, aber sie müssen als Team funktionieren, wenn ein Kunde, in diesem Fall mit einem Edelstein in Hongkong, vorbeikommt und wissen möchte was ist das für einer und Die machen sich ans Werk, sind dann aber auf ihre gegenseitige Expertise angewiesen. Ja, dann muss das Team funktionieren. Dann reicht es nicht einfach, dass ich sage, ich bin ja der absolute Experte in diesem Thema und dann reicht das, sondern man muss sich auf gemeinsame Arbeitsweisen verständigen. Und das sind dann im Falle dieser Organisation natürlich besonders interkulturell noch prägt, was sicher noch eine zusätzliche Dimension mitbringt.

Shiva Stucki-Sabeti:

Mich hat gerade bei ihm, bei Daniel Niffeler, beeindruckt dass er gesagt hat, aus seiner Sicht braucht es bei der internationalen Zusammenarbeit insbesondere wenn ganz verschiedene Kulturen aufeinandertreffen, braucht es Nachsicht, hat er gesagt. Nachsicht miteinander, finde ich ein schönes Wort, und Toleranz. Und wirklich so die Idee von der Augenhöhe, habe ich so gehört. Also, ich weiss jeder meint noch häufig, er weiss es ein bisschen besser, oder sie sagen es noch ein bisschen richtiger, aber die Augenhöhe, die auch ganz viele erwähnt haben, wo eben heisst, nein, ich Bin ich besser und nicht schlechter als der andere? Ich schaue es einfach aus einer anderen Perspektive an.

Sebastian Huber:

Ja, da haben sie sich natürlich gerade beim Gübelin GemLab auch selber an der Nase genommen, indem sie gesagt haben, wir trainieren eine KI, die uns jetzt gewisse wiederkehrende Arbeit abnimmt. Und Und damit natürlich in gewisser Weise auch die hochgelobte Expertise von«Es braucht eben der Herr so oder so und Frau so und so», die schon jahrelang nichts anderes macht, um genau das herauszufinden, eigentlich ein bisschen nach hinten zu stellen und zu sagen«Nein eigentlich kann heute Technologie die Daten viel präziser und viel schneller auswerten. Wir schauen immer noch mit einem menschlichen Auge zweimal drüber, ob das dann so überhaupt Sinn machen kann Aber ja, Hier auch die Möglichkeiten zu nutzen und in gewisser Weise auch die Rollen zu definieren. Auch das was ich darin hatte, war an verschiedenen Stellen immer wieder ein Thema, die Rolle der Technologie und wie man damit umgeht. Und gar nicht so sehr im engeren Sinn, wie man jetzt die Daten und die Bits und Bytes zueinander schraubt sondern eher, was macht das mit unserem Geschäftsmodell, was macht das mit unserem Rollenverständnis Und wie wollen wir uns als Organisation oder auch persönlich als Führungskraft als Mitarbeiter in dieser Welt positionieren? Sei es aus der Perspektive einer Armee oder im Gespräch mit Guy Lachabelle und Aldo Schellenberg mit der Frage, welche neuen Risiken kommen auch auf Organisationen zu durch die Technologien, sei es Cyber-Risk und so weiter. Und das sind schon spannende neue Herausforderungen, die ich Interessant gefunden haben dass sie überall mal vorkommen sind, aber eigentlich nicht der Technologiewille, sondern eigentlich weil es mit den Menschen etwas macht, weil es mit den Organisationen etwas macht und das habe ich recht interessant gefunden.

Shiva Stucki-Sabeti:

Wir haben ja festgestellt, als wir nochmal zurückgeschaut haben, dass eigentlich so Was überall vorkommt oder was wir herausnehmen können und was wir auch mitnehmen wollen in die neue Staffel 2025, ist die Idee der«Future Skills» oder«21st Century Skills». Es gibt viele Begriffe dafür. Was für Kompetenzen brauchen die Mitarbeitenden, brauchen die Führungskräfte in der Arbeitswelt von heute und morgen. Interessanterweise ist dieser zwei Gesprächen explizit gefallen. Silvana Leasi, HR-Chefin der Luzerner Kantonalbank, hat von diesen«Future Skills» gesprochen. Unter anderem die digitalen Fähigkeiten, die du jetzt auch genannt hast. Und es ist auch noch vorkommen im Gespräch von, jetzt muss ich schauen, das habe ich mir notiert wie er das noch explizit gesagt hat. Ich glaube, es war Hartmann, der auch Regierungsrat Kanton Luzern von diesen Zukunftskompetenzen gesprochen hat. Filomena Colatrella hat das explizit genannt Interessant, wir haben schon einige davon genannt jetzt, mit Zusammenarbeit, Team, Softskills, aber auch analytische Fähigkeiten. Und du hast auch schon zwei angesprochen in deinen Ausführungen, um sie implizit so zu benennen. Das eine ist Verantwortung. Wirklich Verantwortung übernehmen, gerade stehen auch. Joseph Paris, das hat mich sehr beeindruckt, hat gesagt, wenn es gut läuft, drückt man die Mitarbeitenden ins gute Licht. Und wenn es schlecht läuft, steht man als Chefin an und übernimmt Verantwortung.

Sebastian Huber:

das ist so und glaube, das fährt ja damit an, dass man für sich selber zuerst mal Verantwortung übernehmen muss bevor man dann für eine Organisation Verantwortung übernehmen kann. Und das haben ja die Gäste auch in unterschiedlicher Form immer wieder dargestellt, wie sie auf ihrem Weg immer wieder Entscheidungen für sich getroffen mit einem gewissen Mut, zu sagen«Nein das traue ich mir zu» oder«Das nehme ich in Angriff». das natürlich dann eine Fähigkeit ist, die man auch mitnehmen kann in der Führungsrolle oder in einem Start-up-Setting zu sagen, ich übernehme die Verantwortung, beschäftige Leute für die Idee, auch wenn ich vielleicht selber nicht Sicher bin, dass es dann gut rauskommt. Aber das muss man an sich selber zuerst erlebt haben.

Shiva Stucki-Sabeti:

Richtig, und es wird ja ausgeweitet. Es ist nicht mehr nur so, dass Führungskräfte, die wirklich personell Leute führen oder formale Führungsbefugnisse haben, das müssen eben auch, sondern wirklich jeder Mitarbeiter, jede Mitarbeiterin immer mehr. Das ist ein Anspruch. Das hat auch Miriam Lager in ihrem Gespräch gesagt, dass Vielmehr das Laterale wichtig wird. Wir sind flachere Hierarchien, weniger hierarchisch und das bedeutet auch automatisch, dass Individuen und Teams zunehmend Verantwortung übernehmen.

Sebastian Huber:

Jetzt kommen wir zurück auf etwas, was am Anfang gesagt hast. Die Gesamtsicht wird durch das wichtig. Ich kann da immer umkehrschliessen als einzelnes Teammitglied auch nicht mehr nur auf meine fachliche Perspektive Beiträge ans Team konzentrieren, sondern ich muss ja die Zusammenhänge verstehen, ich muss plötzlich auch und will auch vielleicht mitreden wenn es um grössere Zusammenhänge geht, was ja dann auch wiederum als Bereicherung für die eigene Aufgabe wahrgenommen werden kann.

Shiva Stucki-Sabeti:

Und es hat auch, das schwingt noch mit, Sebastian, auch in dem, was du sagst, mit dieser Verantwortung auch diese Selbstführung Wo Angela Mygind zum Beispiel gesagt hat, sie kennt sich inzwischen selber recht gut, sie weiss zum Beispiel, dass sie introvertiert ist, eher vom Typ und dort entsprechend sich organisieren. Also wenn sie viel nach aussen tritt gibt sie sich genug Ruhepausen, gibt sie wieder Erholungszeit für sich zu planen. Das finde ich auch eng mit Verantwortung zusammen und gehört zu diesen wichtigen Kompetenzen.

Sebastian Huber:

Absolut. Ich habe immer noch Beni im Ohr der erzählt vom Ende seiner Profikarriere von seiner eigenen, aber auch von anderen Profisportlern, die er begleiten darf. Und wie er dann in so einem Moment genau das Rollenverständnis vom Selbstmanagement und vom Einflussbereich der eigenen Aufgabe fundamental ändert. Man ist in einem gewissen Bubble in einem gewissen Zirkus unterwegs, wo ganz klare Leistungsparameter vorhanden sind und merke dann plötzlich, das ist in dieser Form durchaus anderswo gewünscht, aber ich muss mich wie neu kalibrieren auf das hin. Und das ist mir durch die Gespräche auch immer wieder aufgefallen, dass unsere Gäste wirklich an konkreten Anekdoten denken, Den Mut und den Veränderungsmoment beschrieben haben. der Aldo Schellenberg, erzählt hat, wenn eine Krise eintritt, ein ganz konkretes Beispiel, wo bei ihm eine Krise eintreten ist, was machst du dann? Und das natürlich dann als grosser Mitnehmen darf an Erfahrung, an Wissen, um das dann auch wieder weiterzugeben und auch andere zu befeigen, mit solchen Situationen umzugehen. Und genau das macht der Benni ja auch. Er sagt, ich habe wahnsinnig gekämpft an diesem Moment. In dem sind Fehlversuche gestartet, in dem ich zuerst probiert habe, Trainer zu werden und gemerkt habe, das ist überhaupt nicht meins oder? dann eben anderen, die auch an diesem Moment stehen, zu helfen und zu sagen, ist es dann unbedingt das oder gibt es vielleicht noch andere Alternativen und eigentlich bestärkt aus dem rausgekommen sind. Und das ist schön an ganz unterschiedlichen Beispielen Eigentlich hört man das durch die Gespräche immer wieder raus.

Shiva Stucki-Sabeti:

Also das ist für mich im Fall Eine zentrale Erkenntnis aus diesen Gesprächen, dass neben diesen Gipfelkreuz-Momenten die wir ja mit unseren Gästen angesprochen haben, diese Stolpersteine, Krise, die Fehler, das Scheitern, anscheinend extrem wichtig ist zum Lernen und dass häufig nachher grosse Erfolge entstehen und dass man Das ist wirklich eine neue Haltung. Ich mache nicht so gerne Fehler. Ich kann mich dann wenig bis sehr fest aufregen, wenn mir ein gröberer Fehler passiert ist. Und einfach üben. Hey, es gehört dazu. Das hat eben auch mit dieser Demut und mit dieser Augenhöhe zu tun. Ich bin nicht besser oder schlechter. Mir passiert das auch. Ich kann etwas daraus lernen. Und dann ist es am Schluss hilfreich. Und das Lernen und die Entwicklung, das ist, glaube ich, das A und das O. Wenn es... die Kompetenzen von heute und morgen geht, weil sich alles so schnell verändert, weil alles so unsicher ist, muss man einfach stetig sich weiterentwickeln.

Sebastian Huber:

Ja genau, und reden ja häufig von Resilienz und beschreibt es ja einer sehr gut, zu sehen wie die Leute, ja, jeder auf seine Art und Weise oder auf ihre Art und Weise, Eine innere Resilienz entwickelt haben und ich glaube, wenn wir jetzt den Blick nach vorne wagen, dann darf man glaube ich sagen, dass unsere Welt das wird brauchen, die Resilienz die Irritation, die Unvorhersehbarkeit dann nehmen wir ja tendenziell eher zu, zumindest so die Wahrnehmung Umso wichtiger, dass die einzelnen Mitarbeiter, die einzelnen Führungskräfte und damit die Organisation als Ganzes einfach auch bewusster mit Wahrscheinlichkeit von Unvorhergesehenem umgehen kann und nicht darauf reagieren muss sondern von vornherein eine gewisse Haltung, auch wieder eher ein Softskill entwickeln, um sich dann nicht aus der Bahn zu werfen.

Shiva Stucki-Sabeti:

Das ist auch etwas, wo zum Beispiel Armin Hartmann in seinem Gespräch über die Trennung von von im System und am System arbeiten gesprochen. Und dahinter steht ja auch die systematische und regelmässige Reflexion, nicht nur für sich selber, also Selbstreflexion das ist übrigens etwas, das auch alle irgendwie in einer Form gebracht haben, aber auch miteinander im Team reflektieren und nicht nur inhaltlich schauen, was ist gut gelaufen und was nicht, sondern auch in der Zusammenarbeit Und dass man sich wirklich zur Gewohnheit macht und auch aktiv Feedback einholt. Also Rückmeldungen von anderen einholen auch ein bisschen unbequeme und auch anderen Rückmeldungen geben. Aber auch durchaus schöne, wertschätzende Sachen, weil die Stärkenorientierung, das ist gleich auch etwas, was immer fest betont worden ist. wir doch noch einen Ausblick, Sebastian, auf das 2025. Magst du schon erzählen, was uns erwartet?

Sebastian Huber:

Wir haben... Wieder im Sinne einer 10-Folge zu machen. haben wieder Gäste auf Besuch also jedes Mal kommt jemand anderes. geht glaube ich weiterhin um weggabelige Gipfel-Kreuzmomente so die Idee von Pontius zu Pilatus, die bleibt uns erhalten. mit Blick nach vorne sehe ich ein paar Gäste auf der Liste, die durchaus eher einen Forschungsbezug zu uns haben oder einen Projektbezug. das ist absolut legitim, finde ich. Und ich bin auch schon gespannt, wer dann kommen wird Kannst du schon etwas verraten?

Shiva Stucki-Sabeti:

Ich wollte fragen, ob wir jetzt schon Namen nennen? Möchten wir nicht, oder? Ja, also es kommen Männer und Frauen. Sie haben den Bezug zur Hochschule Luzern und sind spannende Personen. Reicht dir das?

Sebastian Huber:

Ja, das ist wunderbar. Ich würde auch sagen, damit... Schliessen wir den Brückenkopf dem Rückblick und dem Ausblick. Bleiben wir gespannt darauf, uns erwartet. Und freuen uns, es weitergeht, dass es weitergeht.

Shiva Stucki-Sabeti:

Dem kann ich mich anschliessen. Danke vielmals für das Gespräch.

Sebastian Huber:

Sehr gerne, danke dir.

Shiva Stucki-Sabeti:

Danke euch zu Hause vielmals für das Zuhören. Und wo immer euer Weg euch hinführt,

Sebastian Huber:

es soll möglichst erkenntnisreich sein.